MILIEU FILM

SCHERBENWALD

Ein junger Mann verläuft sich in Berlin. Er folgt einem Fremden.
Sie sprechen und beobachten sich. Je weiter sie laufen,
um so mehr verliert er sich selbst. Doch er kann nicht zurück.
Eine zarte Liebesgeschichte, eine schwule Coming Out Story,
und eine existentielle Tragödie, kein Widerspruch.

Im Leben erinnern wir uns an die Momente, an denen sich etwas verändert hat. Ein neuer Mensch, eine neue Stadt, ein neuer Lebensabschnitt. Wir vergessen dabei, wie hilflos und ausgeliefert wir in diesen Momenten sind.
Wie rede ich mit jemandem den ich nicht kenne? Wie weit will ich mit ihm gehen? Wie sicher ist es, dass wir uns wiedersehen?  Gleichzeitig vertrauen wir einer inneren Stimme, die uns dahin führt, wohin wir uns sehnen. Das Gefühl ist der einzige Gradmesser, in einer neuen unbekannten Welt. Dabei laufen wir blind und mit wunden Füssen ins Paradies, oder ins Verderben.


INHALT:
Marlo besucht eine Freundin in Berlin. Sie unterhalten sich, später läuft er allein durch die Stadt.
Im Morgengrauen lernt er Kirill kennen. Er folgt ihm, bis der ihn anspricht.
Kirill erzählt ihm von einem Überfall in Moskau, von seinem Sohn von seinem komplizierten Leben.
Die Freundin fragt ihn am nächsten Tag aus, und Marlo outet sich vor ihr, was ihm allerdings kein Verständnis einbringt.
Nach einer unerträglichen Zeit des Wartens meldet sich Kirill. Sein Vater bringt die beiden zum Flughafengelände,
auf dem sie den Tag verbringen. Sie schweigen sich an, laufen oder haben merkwürdige Gespräche.
Marlo muss auffallen das mit Kirill etwas nicht stimmt. Die Beziehung der beiden bleibt dabei ambivalent. Marlo weiß nicht wie er auf Kirill zugehen soll, und Kirill bemerkt das recht lange nicht. Sie landen in seinem Studentenwohnheim und die Spannung zwischen den beiden wird unerträglich. Mit jedem Schritt der Annäherung rutscht Marlo tiefer in eine Situation, die er weder verstehen noch kontrollieren kann.

DATEN:

Langspielfilm, D 2012, 75 min, HD 1:1.85, Farbe

Cast:

Marlo: Martin Bruchmann
Kirill: Josef Mattes
Franzi: Linda Schüle
Vater: Mathias Neuber

Drehzeit:   04.09.-17.09. 2010

in Zusammenarbeit mit:
- Filmarche Berlin

- DffB







Team:

Drehbuch: Diemo Kemmesies
Casting: Janin Halisch
Regie: Diemo Kemmesies
Kamera: Albrecht von Grünhagen
Ton: Adrian Michaelis
Szenenbild: Ardjani Puig
Kostüm: Janin Halisch
Maske: Claudia Lindner
Schnitt: Diemo Kemmesies
Sounddesign: Florian Mänks
Produktionsleitung: Hannes Hirsch